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CV & Kontakt

Michael Braun

Michael Braun ist Produktdesigner und Designwissenschaftler und arbeitet seit 2018 als Mitarbeiter in Lehre und Forschung an der Professur für Theorie und Geschichte des Design (Prof. Dr. Jan Willmann) an der Fakultät Kunst und Gestaltung der Bauhaus-Universität Weimar. Zugleich arbeitet er an seiner Promotion im Rahmen des Ph.D.-Promotionsprogramms mit dem Schwerpunkt Kunst und Design im Themenfeld „Potenziale digitaler Handwerklichkeit“, ebenso an der Fakultät Kunst und Gestaltung der Bauhaus-Universität Weimar.

Innerhalb der Lehre an der Professur für Theorie und Geschichte des Design werden grundlegende Positionen und Methoden der Designtheorie und -geschichte, mit besonderer Sensibilität für zeitgenössische und disziplinübergreifende Designkulturen vermittelt. Dabei geht es darum, die damit verbundenen unterschiedlichen Formen, Komponenten, Techniken und Bedeutungsebenen, welche die Gestaltung unserer Umwelt betreffen, paradigmatisch zu erfassen und historisch einzubetten. Zudem werden wesentliche Kenntnisse des wissenschaftlichen Forschens, Kuratierens und Publizierens von Designthemen vermittelt. Angehende Designerinnen und Designer erhalten hierin wesentliche konzeptionelle und kommunikative Fähigkeiten, um erweiterte theoretische Perspektiven auf die eigene Tätigkeit zu eröffnen und kritisch zu diskutieren. 

Die Forschung der Professur für Theorie und Geschichte des Design ist der zeitgenössischen Designtheorie gewidmet, unmittelbar an der Schnittstelle zwischen Design-, Technik- und Sozialgeschichte. Design wird dabei nicht als autonome Disziplin verstanden, sondern als universelle Praxis, die weit über das tradierte Verständnis von Design als kunstgewerbliche Tätigkeit reicht. Vielmehr geht es darum, neuartige Denkmodelle und -positionen sowie strategische Konzepte zu erarbeiten und historisch zu verorten. Im Vordergrund stehen daher sowohl Designprozesse und deren Ergebnisse als auch Fragestellungen und Paradigmen, welche dem Designschaffen zugrunde liegen und welche die Basis für die Wahrnehmung und Implementierung bilden. In dieser Hinsicht kann die Lehre und Forschung der Professur auch als eine Form von (praktischer) Laborarbeit verstanden werden, die versucht, Dinge in konkreten und besonderen Situationen zu untersuchen, anstatt sie rein durch Generalisierung und Abstraktion verstehen zu wollen. Letzteres gilt auch für die Erforschung zeitgenössischer Designkulturen: Zentral steht die kritische Reflexion des digitalen Wandels und seiner Programme, die seit den 1960er Jahren und bis heute nicht etwa Revision, sondern radikale Umsetzung erfahren. Hier stehen die Mechanismen und Dynamiken neuartiger Informationstechnologien und digitaler Kulturen des Design im Vordergrund. Das heisst, es geht um erweiterte Ansätze, Methoden und Modelle, mit denen sich zeitgenössische Phänomene – wie die neuartigen Produktionsbedingungen digitaler Prägung – und deren neue wissens- und erkenntnistheoretische Potenziale erschliessen und geschichtlich kontextualisieren lassen.



Weitere Informationen zur Professur für Theorie und Geschichte des Design



In seiner Promotion erforscht Michael Braun das „Digitale Handwerk am Beispiel robotischen 3D-Drucks mit keramischen Materialsystem unter besonderer Berücksichtigung des handwerklichen Paradigmas Prozessualität am Beispiel der Entwicklung eines Sitzmöbels“. Die Forschung basiert auf der Annahme, dass heute, im Zeitalter der Digitalisierung, handwerkliche Paradigmen nicht nur in den digital-analogen Entwurfs- und Fabrikationsprozessen vermehrt zurückkehren, sondern sich zugleich in bisher nie dagewesenen Erscheinungsformen zeigen. Die im Bereich Design eingebettete Forschung soll nach einer zugrunde liegenden Klärung des in der Gegenwart nunmehr verunschärften Handwerksbegriffs innerhalb drei aufeinander folgenden Fallstudien einerseits den Nachweis erbringen, dass sich das seit jeher einer Transformation ausgesetzte Handwerk nicht nur im Digitalen, insbesondere in digitalisierten (hybriden) Entwurfs- und Fabrikationsverfahren, wiederfinden bzw. enttarnen lässt, sondern sich zugleich in teilweise völlig neuen Entsprechungen zeigt. Konkrete Ziele der Forschungsarbeit sind es, wesentliche Paradigmen von klassisch handwerklichen Prozessen innerhalb neuartiger, digitaler Entwurfs- und Fabrikationsverfahren zu enttarnen und darüber hinaus gezielt auf deren „digitale“ Entsprechungen zu untersuchen. Dabei geht es um die konsequente Erkundung des Kernparadigmas des Handwerks: Das ist die Prozessualität. Am Beispiel der Entwicklung eines Sitzmöbels mittels robotischen 3D-Drucks mit Keramik, das dabei als epistemologisches Interface verstanden werden soll, werden in den einzelnen Fallstudien konkret die handwerklichen Paradigmen der Variation, Auflösung und Intuition untersucht und münden in einer umfangreichen Demonstration/Installation.






CV (Auszug)



Seit Herbst 2018 

Doktorand (Ph.D.)

Fakultät Kunst und Gestaltung

Bauhaus-Universität Weimar



Seit Sommer 2018 

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Professur für Theorie und Geschichte des Designs

Jun.-Prof. Dr. Jan Willmann

Fakultät Kunst und Gestaltung

Bauhaus-Universität Weimar



Herbst 2016 – Sommer 2018

Studium Produktdesign – Nachhaltige Produktkulturen

Abschluss: Master of Arts (M.A.)

Masterstudiengang Nachhaltige Produktkulturen

Fakultät Kunst und Gestaltung

Bauhaus-Universität Weimar



Herbst 2016 – Sommer 2018

Hilfswissenschaftlicher Mitarbeiter

Professur für Theorie und Geschichte des Designs

Jun.-Prof. Dr. Jan Willmann

Fakultät Kunst und Gestaltung

Bauhaus-Universität Weimar



Winter 2016 – Frühjahr 2017

Ausbildung „eTutor@Bauhaus“

Didaktik, Beratung, Moderation und Online-Kommunikation

Kollaborative Lehr- und Lernformen wie Blogs und Wikis

Einführung in die Verwendung von Moodle

Einsatzmöglichkeiten von eTests und eAufgaben

Einführung in AdobeConnect

Erstellung von Screencasts und Videoproduktion

Evaluationsmethoden

Fragen des Medien- und Urheberrechts



Sommer 2016

Industriedesigner

WOLFRAM Design & Engineering

Dresden



Sommer 2016

Studienabschluss mit Auszeichung

Produktdesign (Bachelor of Arts)

HTW Dresden – Hochschule für Technik & Wirtschaft Dresden

University of Applied Sciences



Herbst 2015 – Sommer 2016

Werkstudent

WOLFRAM Design & Engineering

Dresden



Frühjahr/Sommer 2015

Praxissemester

STRUPPLER Industriedesign & roomours

München



Winter 2013 – Sommer 2016

Studium Produktdesign

Abschluss: Bachelor of Arts (B.A.)

HTW Dresden – Hochschule für Technik & Wirtschaft Dresden

University of Applied Sciences



Sommer 2013

Hochschulreife

(Fachrichtung Wirtschaft)






Mitgliedschaften und Ehrenämter



Pro.Doc

Promovierendenrat

Bauhaus-Universität Weimar

Gewähltes Mitglied seit 2021



Promovierendenvertretung in der Ph.D.-Graduierungskommission (stellvertretend)

Fakultät Kunst und Gestaltung

Bauhaus-Universität Weimar

seit 2019



Gesellschaft für Designgeschichte e.V. (GfDg)

Mitglied seit 2018



MUSEIS SAXONICIS USUI

Junge Freunde der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden e.V.

Mitglied seit 2013






Auszeichnungen



Poster Contest and Elevator Pitch 2019

Gesamtsieger der Jury »Wissenschaftskommunikation«

Bauhaus Research School, Bauhaus-Universität Weimar



Raymond Loewy Foundation: Lucky Strike Junior Designer Award 2018

1. Platz in der Kategorie „Konzept und Prozess



Bauhaus Essentials 2018

marke.6, Bauhaus-Universität Weimar



Sience Slam 2018

1. Platz

Bauhaus Research School, Bauhaus-Universität Weimar



Design Iteration Award 2018

Finalist



Deutschlandstipendium 2017

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Bauhaus-Universität Weimar



Deutschlandstipendium 2015

Bundesministerium für Bildung und Forschung

HTW Dresden



Deutschlandstipendium 2014

Bundesministerium für Bildung und Forschung

HTW Dresden






Kontakt



kontakt@michaelbraun-design.de

michael.braun@uni-weimar.de









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