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Ambrosia Artemisiifolia

3D-Bildgebung

Kunst

2019

In der griechischen Mythologie war Ambrosia die Speise der Götter. In der urbanen Ökologie ist Ambrosia artemisiifolia das Paradebeispiel für „schlechte Ökosystemdienstleistungen“. Als stark allergene, anarchistische Schwester der Held*innen der Ökosystemdienstleistungen wurde dasBeifuß-Traubenkraut von Menschen in Saatgut und Vogelfutter verbreitet. Seither verteilt die Pflanze ihre Pollen zwischen Juni und Oktober mithilfe von Wind und Insekten. In vielen Ländern sind inzwischen Bekämpfungsprogramme geschaffen worden, um die Pflanze daran zu hindern, sich weiter auszubreiten.

 

Einige Studien haben gezeigt, dass Ambrosia auf kontaminierten Böden gut gedeiht und möglicherweise sogar als Hyperakkumulator von Schwermetallen – insbesondere Blei – wirken kann. Dieses Pollen-Modell wurde per generativen Fabrikationsverfahren aus hochwertigem Bleikristall gefertigt, um als Luxus-Taschentuschspender während der Heuschnupfen-Saison zu fungieren.

 

 

 

 

Akteure

 

Künstlerin:

Alexandra Toland (Bauhaus-Universität Weimar)

 

3D-Bildgestaltung:

Michael Braun (Bauhaus-Universität Weimar)

 

Glasguss-Entwicklung:

Lena Trost (IKKG – Hochschule Koblenz, Glasstudio)

 

 

 

Abbildungen

 

Glasmodell im Gras:

Michael Braun

 

Prozessbilder der Fabrikation:

Lena Trost

 

Ausstellung im Deutschen Hygienemuseum, Dresden:

Alexandra Toland

 

 

 

Text

Alexandra Toland

Copyright © 2019: Michael Braun